[test] objektivität

Im Folgenden möchte ich Hannah Arendts Gedanken zum Anspruch der Objektivität, den Wissenschaftler/innen und Forschungsanlegungen oft erheben und/ oder sich das Alltagsmenschenauge unter ‚Wissenschaft‘ vorzustellen vermag zitieren.
Die vertonte Fassung geht auf einen Vortrag Arendts mit dem Titel ‚Natur und Geschichte‘ zurück und erschien 2006 im Hörverlag.1

„[…] Vorerst genügt es festzuhalten, dass die einfache Einsicht, dass ein Resultat auch der Wissenschaften immer nur die Antwort auf eine Frage sein kann, dass es Resultate die unabhängig von Fragen und Fragestellern sind nicht gibt, dass also Gegenstand der Forschung nicht mehr die Natur an sich, sondern die der menschlichen Fragestellung ausgesetzte Natur ist wie Heisenberg sagt und dass daher Naturwissenschaften genauso um den forschenden Menschen zentriert sind wie die Geisteswissenschaften dass diese einfache und elementare Einsicht dem alten Streit um die Objektivität der Naturwissenschaften und die Subjektivität der Geschichtswissenschaften einiges an Schärfe und viel Bedeutung genommen hat.[…]“

Dem weiteren Hörvergnügen kann man sich auch hier hingeben.

  1. Arendt, Hannah/ Ludz, Ursula: Von Wahrheit und Politik. Originalaufnahmen aus den 50er und 60er Jahren. Reden und Gespräche, 5 CDs, Dhv der Hörverlag, 2006. [zurück]